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LZ Freitag 15.04.2011
Eine glückliche Zeit geht zu Ende
Der Chinese Mingyu Zhang hat dreieinhalb Jahre im Autohaus Plaschka gelernt
Amelinghausen
„Ich hätte nie gedacht, dass ich in diesem Ort einmal so glücklich sein werde“, - das ist das Resümee von Mingyu Zhang, der nun nach dreieinhalb seinen Gastbetrieb, das Autohaus Plaschka in Amelinghausen, in Richtung Heimat verlässt.
Der jung e Chinese geht mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge, hat er doch in dem Heideort zahlreiche Freunde und Bekannte gefunden und seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker erfolgreich beendet.
„Als Mingyu zu uns kam, konnte er kein Wort Deutsch“, erinnert sich die Inhaberin Autohauses Plaschka, Gisela Plaschka. Er habe zwar immer höflich „ja, ja“ gesagt, aber verstanden hat er nicht ein Wort.
Autohaus-Geschäftsführer Hartmut Imort fügt hinzu: „Ohne seine große Disziplin und seinen Fleiß hätte Mingyu das alles nicht geschafft.“
Denn es galt nicht nur, die Fachbegriffe in der Werkstatt zu verstehen, nein, Mingyu hatte selbstverständlich auch Berufsschulunterricht. Und da musste er schließlich auch mitkommen. Die Kollegen im Autohaus Plaschka haben mit Mingyu viel Einfühungsvermögen und Toleranz bewiesen, haben sie doch zu Beginn seines Aufenthaltes Bilder mit den wichtigsten Teilen rund ums Auto der WWerkbank gehängt: „Somit war ein Austausch immer möglich“, erinnert sich Hartmut Imort.
„Ich habe gute Kollegen gefunden und in der Familie Plaschka echte Freunde“, sagt Mingyu. Dank einer glücklichen Fügung hat er auch gleich einige Meter vom Autohaus entfernt eine Wohnung gefunden und mittags bei Familie Plaschka gegessen. „Für meinen verstorbenen Mann und mich war Mingyu wie ein Kind“, sagt Gisela Plaschka. So gab es dann auch mit der familiären Gemeinschaft viel zu entdecken, der 23 –jährige wurde sofort mit auf die Heidebockwahl geschleppt und auch das Heideblütenfest war ein ganz neues Erlebnis für ihn.
Doch trotz Sprachschwierigkeiten in fremder Umgebung, Mingyu hat Deutschland auf seinbe ganz persönliche Art mit Bus und Bahn endeckt: ob Bayern, den Kölner Dom oder auch Sylt. nichts hat er ausgelassen: „Am Wochenende war immer Zeit, Land und Leute kennenzulernen“, sagt er.
Zurück in Nordchina möchte der frischgebackene Kfz-Mechatroniker gern im VW-Werk in seinem Heimartort arbeiten. Ja, Mingyu ist erwachsen geworden und wird die vier Jahre Deutschland niemals vergessen; hat er doch hier zu seinem Hobby „Sport“ gefunden und leckere Dinge wie Bratkartoffeln und deutsche Wurst kennengelernt.
Insgesamt 17 Chinesen waren 2007 in Kooperation mit der Handwerkskammer Lüneburg/Stade aus China nach Deutschland gekommen. Nur sechs von ihnen haben bis zum Abschlussdurchgehalten und ihren Abschluss gemacht. Dank der guten sozialen Integration ist Mingyu einer von Ihnen.
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