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Mit 80 täglich ins Büro
Mit 80 täglich ins Büro
8. April 2004 - LZ LokalesHubert Plaschka, Unternehmer aus Amelinghausen, feiert heute Geburtstag
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| "Ich fühle mich wie 50", sagt Hubert Plaschka. Der Unternehmer
aus Amelinghausen wird heute 80 Jahre alt. Im Betrieb versteht er sich als "Unterhalter
der Kundschaft", zu Hause ist die Küche sein Arbeitsplatz. Foto: rob |
rob Amelinghausen. Zehn Liter ungarisches Gulasch schmoren
bereits im Topf, 35 Wiener Semmelknödel sind gerollt: die Party kann beginnen.
Hubert Plaschka, Unternehmer in Amelinghausen, feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Die Zahl existiert für den Hobbykoch, der das Festessen für seine Freunde selbst
zubereitet hat, jedoch nur auf dem Papier. "Ich fühle mich wie 50", sagt er
- und jeder, der Plaschka vor Energie sprühend an seinem Schreibtisch im
Amelinghausener Betrieb sitzen sieht, glaubt ihm aufs Wort.
Lehre als Kfz-Schlosser
Plaschka wurde am 8. April 1924 im Sudetenland, im heutigen Tschechien, geboren.
Über viele Umwege, wie er erzählt, bekam er eine Lehrstelle als Kraftfahrzeugschlosser
in Bispingen, wurde von einer Familie als viertes Kind aufgenommen. Die Lüneburger
Heide erreichte er mit dem Zug im September 1939.
"Das Glück und der liebe Gott", so Plaschka, waren stets auf
seiner Seite. Unversehrt kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück,
legte seine Meisterprüfung ab und machte sich 1950 mit einer Kfz-Werkstatt
selbstständig. 1988 überlebte Plaschka, bereits klinisch tot, einen
schweren Autounfall. Geboren im Tierkreiszeichen Widder, dem als Herrscher der
Kriegsgott Mars und das Element Feuer zugeschrieben werden, sagt der reiselustige
Unternehmer von sich selbst: "Ich will immer mit dem Schädel durch
die Wand." Dass er sich seinen Kopf noch nicht eingerannt hat, dafür
sorgt auch heute noch die drei Jahre jüngere Ehefrau Lore. Plaschka bezeichnet
sie als den "Jackpot seines Lebens".
"Ein Widder hat Erfolg"
Fit hält sich der Jubilar, der sein Leben in zwei Büchern aufgeschrieben
hat, mit einer Stunde Schwimmen vor dem Frühstück. Danach geht er
in den Betrieb, der inzwischen von Sohn Jürgen geführt wird, um, wie
er schmunzelnd sagt, "die Kundschaft zu unterhalten". Ist diese Aufgabe
erledigt, stellt sich der 80-Jährige mit Vergnügen an den Herd in
die Küche, aus der er seine Frau längst verbannt hat. "Ich koche
leidenschaftlich gern." Auch beim Backen ist Plaschka erfolgreich. Wen
wundert's! Der 80-Jährige: "Ein Widder hat Erfolg, oder er ist kein
Widder."
8. April 2004 - LZ Familienanzeigen
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