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Statistisch alles im Lot
Statistisch alles im Lot
21. Oktober 2004 - LandeszeitungBerufsberatung präsentiert Ausbildungsplatz-Bilanz - noch freie Stellen
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Einen angehende(n) Automobilkaufmann/-frau sucht Autohaus-Inhaber Jürgen
Plaschka, aus Amelinghausen. Foto: t&w
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kre Lüneburg. Alles im Lot - zumindest streng statistisch betrachtet: Denn
obwohl 1463 Bewerbern Ende September in Stadt und Landkreis Lüneburg nur
1169 offene Lehrstellen gegenüber standen, "sind bis auf etwa 20 Jugendliche
alle versorgt", bilanziert Michael Niemeyer, Leiter der Lüneburger Berufsberatung.
Im Gegenzug stehen im Computer der Arbeitsbehörde die Adressen von 25 Betrieben,
die einen Auszubildenden suchen. Die Gleichung geht also - rechnerisch gesehen
- auf. Doch Niemeyer weiß: Mit der Arithmetik alleine lässt sich das
Lehrstellen-Problem nicht lösen. Auch nicht in Stadt und Landkreis Lüneburg.
Denn die nackten Zahlen sagen nichts darüber aus, wieviele Jugendliche zum
Schuljahresende tatsächlich eine Ausbildung angestrebt hatten, nun aber mangels
Lehrstelle notgedrungen eine weiterführende Schule besuchen müssen.
Ein Indiz für das zu knappe Ausbildungsplatz-Angebot: Seit Jahren nimmt zum
Beispiel die Zahl der Höheren Handelsschüler an den Berufsbildenden
Schulen I stetig zu. "Außerdem", so Niemeyer, "besuchen zurzeit
rund 140 Jugendliche sogenannte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen",
tauchen also ebenfalls nicht in der Statistik jener Jugendlicher auf, die noch
eine Lehrstelle suchen (siehe auch nebenstehenden Bericht). Dennoch zieht der
Leiter der Berufsberatung eine insgesamt positive Bilanz - nicht zuletzt auch
deshalb, weil das Ausbildungsplatzangebot in Stadt und Landkreis weitgehend stabil
geblieben ist. "Landesweit ist die Zahl der gemeldeten Stellen dagegen um
3,1 Prozent zurückgegangen", berichtet Niemeyer, bundesweit sank das
Angebot im Vergleich zum Vorjahr sogar um 4,9 Prozent. Doch dem Mangel zum Trotz
- es gibt noch Betriebe, die auch jetzt noch Auszubildende suchen. Zum Beispiel
Jürgen Plaschka vom gleichnamigen Autohaus: "Wir suchen schnellstmöglich
einen Auszubildenden zum Automobilkaufmann oder -frau", berichtet der Amelinghausener.
Interessierte sollten bereits 18 Jahre alt sein, den Realschulabschluss in der
Tasche und die Höhere Handelsschule besucht haben sowie den Führerschein
besitzen "Und natürlich sollten sie durch ein frisches und freundliche
Wesen überzeugen", so Plaschka. Bewerbungen an das Autohaus Plaschka
in Lüneburg, zu Händen von Hartmut Imort. Einen angehenden Koch sucht
dagegen das Forsthaue Rote Schleuse. Inhaber Peter Schilde: "Interessierte
müssen sich allerdings im Klaren darüber sein, was der Beruf de: Kochs
bedeutet, dass man dann arbeiten muss, wenn andere feiern." Näheres
unter Tel. 04131/79317. Weiteres zu diesen und anderen noch offenen Stellen bei
der Berufsberatung unter Tel. 04131/745-111.
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